Buchtipp: „Stille“ und „Gehen. Weiter gehen“

In einer Kursstunde habe ich kürzlich eine längere Passage aus dem Buch „Stille – ein Wegweiser“ vorgelesen. Da mich noch Tage danach mehrere nach dem Buch gefragt haben, möchte ich es über diesen Weg noch einmal empfehlen.

Der Text ist von dem norwegischen Abenteurer und Verleger Erling Kagge verfasst und mit Fotos bebildert – es ist ein schriftliches Nachdenken über die Bedeutung und das Erlebnis der Stille, angeregt von den Erfahrungen unter anderem auf seinen Extremtouren in den Bergen und im Eis der Pole.

Hier ein tolle Passage daraus, eine Hommage an das still werden:

„Stille kann langweilig sein. Jeder hat schon einmal erlebt, dass Stille ausschließend sein kann, unangenehm und bisweilen sogar beängstigend. (…) Aber die Stille kann auch ein Freund sein. Eine bereichernde Kraft. (…) Die Welt auszusperren, heißt nicht, seiner Umgebung den Rücken zuzukehren, sondern im Gegenteil: Es heißt, die Welt ein wenig deutlicher zu sehen, eine Richtung beizubehalten und zu versuchen, das Leben zu lieben. Die Stille ist eine Bereicherung an sich. Es ist eine Qualität, etwas Exklusives und Luxuriöses. Ein Schlüssel, mit dem sich neue Arten des Denkens erschließen. …

Außer über Stille hat Erling Kagge in einem weiteren Buch auch über das Gehen nachgedacht, ebenso ein wesentliches Element seiner Reisen und seines Lebens – ebenso anregend zu lesen: „Gehen. Weiter gehen – eine Anleitung“

Ich habe im Zusammenhang mit der Gehmeditation im Buch „Gehen“ Inspiration gesucht und gefunden und mich bei den Yoga der Stille-Kursen von Kagges Gedanken zur Stille einstimmen lassen.

Beide Bücher sind als schmale Bände, angereichert mit Fotos, im Insel-Verlag erschienen.